Überstunden, permanenter Stress und Ellenbogen-Mentalität. Das ist das vorherrschende Bild an vielen Arbeitsplätzen. Der Stress erstickt nicht nur die Motivation, sondern riskiert auch Ihre Gesundheit. Als Führungskraft leiden Sie unter dieser Situation, wissen aber nicht, wie Sie es ändern können. Klar ist: Ein neuer Führungsstil muss her.

Und zwar eine gesunde Führung, die Sie und Ihre Mitarbeiter motiviert und Ihre physische und mentale Gesundheit wieder ins Zentrum rückt. Damit der Arbeitsalltag vielmehr so klingt: Morgens kommen Sie gern zur Arbeit, haben ein Ziel, auf das Sie hinarbeiten, und fühlen sich wertgeschätzt. Das erreichen Sie mit gesundem Führen – für Führungskräfte genauso wie Mitarbeiter.

Was das Konzept gesundes Führen bedeutet und was ein Gesund-Führen-Seminar für Führungskräfte beinhaltet, erfahren Sie hier.

gesundes führen

Definition: Was bedeutet gesund führen?

Gesund führen heißt, ein Vorbild für seine Mitarbeiter zu sein. Vorgesetzte, die gesund führen, haben eine hohe Sozialkompetenz, setzen Beziehungsaufgaben in den Fokus und fördern Arbeitszufriedenheit und Motivation. Sie schaffen es, die individuellen und sozialen Bedürfnisse sowie die Ziele der Mitarbeiter in Einklang mit den Zielen des Unternehmens zu bringen.

Zentrale Punkte der gesunden Führung sind die Wertschätzung der Mitarbeiter, eine adäquate Belastung, Handlungsspielräume und ein soziales Betriebsklima. Dazu gehört es, eine Vertrauensbasis zu schaffen, kooperatives Handeln zu fördern und das Gesundheitsbewusstsein zu stärken.

So werden Strukturen geschaffen, die nicht nur den Mitarbeitern und der Führungskraft, sondern auch dem Unternehmen Vorteile bieten.

Vorteile von gesundem Führen

Säulen der gesunden Führung

Wie lässt sich das Konzept der gesunden Führung in die Praxis integrieren? Indem Sie die Führung auf den folgenden vier Säulen aufbauen.

1. Ziel- und Aufgabenorientierung

Wer eine Verbindung zu seiner Aufgabe – oder vielmehr zu seinem Ziel – spürt, geht mit mehr Motivation an die Umsetzung. Das gilt für die Führungsperson genauso wie den Mitarbeiter. Deswegen ist es wichtig, Ziele gemeinsam mit dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin zu vereinbaren. So fühlt es sich nicht “von oben aufgedrückt” an, sondern das eigene Wissen und die Handlungskompetenz werden wertgeschätzt.

Dabei sollte der Mitarbeiter nicht mit der Umsetzung allein gelassen werden. Regelmäßige Rückmeldung zum Fortschritt und Gespräche helfen, das vereinbarte Ziel zu erreichen.

2. Mitarbeiterorientierung

Welche Menschen habe ich im Team? Was macht sie aus, welche Stärken und Schwächen haben sie? Was ist ihre aktuelle Lebenssituation? All diese Aspekte werden betrachtet und fließen in die Führung mit ein. Es geht darum, mit den Eigenschaften und Umständen der Person zu arbeiten – statt ihn oder sie in eine Form zu pressen, die nicht passt.

Das fängt bei sozialen Arbeitsbedingungen an und erstreckt sich über die Mitarbeiterförderung und -weiterbildung. Ein wichtiger Faktor ist, wie gut die Führungskraft ihre Mitarbeiter motivieren und ermutigen kann. Auch die Basics der betrieblichen Gesundheitsförderung, wie ergonomische Arbeitsplätze oder ein gutes Raumklima, gehören zur Mitarbeiterorientierung.

3. Gesunde Arbeits- und Organisationsprozesse

Transparente Arbeitsabläufe und eine Organisation, die von Druck entlastet, machen eine gesunde Führung aus. Beim Formen der Arbeitsprozesse sollten daher die Mitarbeiter eingebunden oder zumindest berücksichtigt werden.

Es ist zudem wichtig, die Kommunikation und Zwischenmenschlichkeit innerhalb des Teams zu fördern. Denn eine erfolgreiche und harmonische Zusammenarbeit braucht gutes Konfliktmanagement und eine kooperative Grundhaltung. Um das Verständnis und die Unterstützung untereinander zu fördern, helfen regelmäßige Gespräche und gemeinsame Aktionen. Schon ein wöchentliches Brezel-Frühstück oder Freitags-Getränk können das Miteinander stärken.

4. Gesundheitsförderliche Führungs- und Unternehmenskultur

Die Gesundheit der Mitarbeiter und Führungskräfte hängt stark von der gelebten Unternehmenskultur ab. Leistungsdruck und überhöhte Erwartungen führen letztlich zu Leistungsabfall, Resignation oder Krankheit. Wenn die Person nicht vorher schon abwandert. Gesunde Führung verfolgt daher einen anderen Ansatz.

Das Ziel ist, den Druck herauszunehmen. Zum Beispiel mit einer gesunden Fehlerkultur. Mitarbeiter und Führungskräfte dürfen Fehler machen und aus ihnen lernen. Sie können es sich erlauben, Urlaub zu nehmen und in der Freizeit nicht erreichbar zu sein. Auch die Gewohnheiten am Arbeitsplatz fördern die Gesundheit: mit Bewegung (zum Beispiel Yoga am Arbeitsplatz), einem Angebot für gesundes Essen und regelmäßigen Pausen.

Definition von gesunder Führung
Definition von gesunder Führung2

Probleme der modernen Arbeitswelt, die gesundes Führen lösen kann

Es lässt sich kaum leugnen, dass die heutige Arbeitswelt die Gesundheit belastet. Die durchschnittlichen Krankheitstage steigen seit 2007 deutlich an. Ganze 15,7 % der Krankheitsfälle gehen mittlerweile auf psychische Erkrankungen zurück, zu denen auch durch Stress ausgelöste Störungen gehören. Das zeigt der BKK Gesundheitsreport.

Zu den Ursachen der Überlastung gehören einige Punkte, die gesundes Führen lösen kann:

An diesen Problemen der aktuellen Arbeitswelt setzt das gesunde Führen an und schafft neue Strukturen, die Überlastung verhindern. Die zentrale Rolle spielt dabei die Führungskraft.

Ihre Vorbildfunktion ist Ihr stärkstes Mittel als Führungskraft

Kommen wir nochmal zurück auf die Definition: Gesund führen heißt, ein Vorbild für seine Mitarbeiter zu sein. Das bedeutet, Sie als Führungskraft haben einen wesentlichen Einfluss auf die gesunde Arbeitsweise Ihres Teams. Was Sie ausstrahlen und nach außen tragen, bestimmt das Arbeitsklima Ihrer Mitarbeiter. 

Zu einer erfolgreichen und gesunden Führung gehören deshalb Kompetenzen wie Aufgeschlossenheit, Vertrauen und Mut. Die Basis bildet die Selbstreflexion, um Ihre eigenen Stärken, Ihr Verhalten und Ihre Bedürfnisse zu erkennen. Diese Fähigkeiten müssen Sie erst selbst erlangen, damit Sie sich und dann auch andere gesund führen können.

Gehen Sie mit positivem Beispiel voran und respektieren Sie Ihre eigenen Bedürfnisse. Erst wenn Sie selbst mit sich zufrieden und im Reinen sind, dann können Sie dieses Gefühl auch bei Ihren Mitarbeitern hervorrufen.

Gesund Führen: Seminar für Führungskräfte

Kommen wir nochmal zurück auf die Definition: Gesund führen heißt, ein Vorbild für seine Mitarbeiter zu sein. Das bedeutet, Sie als Führungskraft haben einen wesentlichen Einfluss auf die gesunde Arbeitsweise Ihres Teams. Was Sie ausstrahlen und nach außen tragen, bestimmt das Arbeitsklima Ihrer Mitarbeiter. 

Zu einer erfolgreichen und gesunden Führung gehören deshalb Kompetenzen wie Aufgeschlossenheit, Vertrauen und Mut. Die Basis bildet die Selbstreflexion, um Ihre eigenen Stärken, Ihr Verhalten und Ihre Bedürfnisse zu erkennen. Diese Fähigkeiten müssen Sie erst selbst erlangen, damit Sie sich und dann auch andere gesund führen können.

Gehen Sie mit positivem Beispiel voran und respektieren Sie Ihre eigenen Bedürfnisse. Erst wenn Sie selbst mit sich zufrieden und im Reinen sind, dann können Sie dieses Gefühl auch bei Ihren Mitarbeitern hervorrufen.